Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

Weil Träume zum Leben da sind

Logo http://cnv-redaktion.pageflow.io/weil-traume-zum-leben-da-sind

Von Jara Tiedemann und Josip Pejic

Zum Anfang
Zum Anfang

Im Dezember letzten Jahres hat sie sich mit ihrem Café „Cuxhavener Kaffeerøster“ in Cuxhaven selbstständig gemacht und sich damit einen lang gehegten Herzenswunsch erfüllt. „Fast 15 Jahre schlummerte die Idee in mir, meinen eigenen Kaffee zu rösten“, verrät die 49-Jährige.

Zum Anfang

Auf den Geschmack kommt sie, als sie damals im pharmazeutischen Außendienst in der Hallertau unterwegs ist und durch Zufall ein kleines Bistro entdeckt, in dem es ausschließlich selbst gerösteten Kaffee gibt. „Ich war sofort angefixt“, erinnert sie sich.

Trotzdem: Es vergehen Jahre, bis sie es anpackt. Zwischenzeitlich verschlägt es sie und ihren Lebensgefährten sogar für einige Zeit nach München. Dort arbeitet Claudia für eine Einrichtungsfirma. „Ich wusste aber immer, dass ich irgendwann wieder zurück nach Cuxhaven möchte.“ Und auch die Kaffeegeschichte will ihr nicht aus dem Kopf gehen.

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten

Reinkommen, runterkommen und eine gute Tasse Kaffee trinken. Darauf können sich die Gäste von Claudia Wolf freuen. Nach 15 Jahren hat sich die 49-jährige mit ihrem Café „Cuxhavener Kaffeerøster“ einen großen Herzenswunsch erfüllt und den Weg in die Selbstständigkeit gewagt. Ihr Business: Kaffee. Den röstet sie mit viel Leidenschaft und Liebe gleich nebenan.

Video öffnen

Zum Anfang

Claudia beginnt, Röstseminare zu belegen, lernt alles über Sensorik, Flavours – und wie man Kaffee zusammenstellt. Als sie erfährt, dass der kleine Laden im Alten Deichweg in Cuxhaven einen neuen Mieter sucht, schlägt sie zu. „Als ich den Raum zum ersten Mal betreten haben, hatte ich sofort eine Vision. Ich wusste gleich, wie alles aussehen sollte“, erzählt Claudia mit leuchtenden Augen.

Zum Anfang

„Meine Gäste sollen sich hier wohlfühlen“, sagt Claudia und strahlt. Dafür sorgt sie nicht nur mit ihrem selbst gerösteten Kaffee, den sie direkt vor Ort herstellt. Auch viele andere selbst gemachte Leckereien bietet sie an. Immer mit dabei: Eine große Portion Liebe.

Zum Anfang

Das sagt sie nicht nur, das sieht man ihr auch an. „Das ist das Schönste, was ich in meinem ganzen Leben gemacht habe. Ich bin so stolz“, schwärmt sie. Einen nächsten Traum gibt es aber trotzdem schon. „Mein Ziel ist es, 30 Tonnen Kaffee im Jahr zu produzieren und damit in den Einzelhandel einzusteigen.“

Zum Anfang

Während die eine ihren Traum von der eigenen Kaffeerösterei lebt, haben sich die Schwestern Iris Seidensticker und Barbara Elmer-Reyelt aus Oberndorf beziehungsweise aus der Wingst mit ihrer eigenen Mode-Boutique selbstständig gemacht.

Zum Anfang

Begeisterte Modemädchen sind die beiden seit eh und je. „Wir lieben es, uns schön anzuziehen und Dinge zu kombinieren.“

Zum Anfang

Und auch ihre Schwester Iris hat als gelernte Schneiderin eine besondere Beziehung zu schönen Stoffen und Schnitten.

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten

Schwestern-Power: Barbara Elmer-Reyelt und Iris Seidensticker haben sich mit "Veni, Vidi, Vici" den Traum von der eigenen Mode-Boutique erfüllt.

Video öffnen

Zum Anfang

Plötzlich wissen beide: Jetzt oder nie. Sie sagen sich: „So, jetzt machen wir das wirklich“, erinnert sich die 47-jährige Barbara.

Zum Anfang

Im März diesen Jahres hat „Veni, Vidi, Vici“ in der Cuxhavener Nordersteinstraße seine Türen geöffnet. Dass alles so schnell ging, hätten beide nicht für möglich gehalten. Iris und Barbara leben und lieben, was sie tun und strotzen nur so vor Energie. „Dass wir das zusammen erreicht haben, hat uns zusammengeschweißt. Mit der Anderen macht einfach alles doppelt Spaß.“

Zum Anfang

„Wir entscheiden alles zusammen und ergänzen uns super. Das ist einfach nur schön.“

Zum Anfang

Eva wlodarek 715
Vollbild

Wieso sind Träume wichtig für uns?

Egal, ob man eine neue Sprache lernen möchte oder überlegt, sich mit einer tollen Idee selbstständig zu machen – Träume sind Wegweiser und motivieren uns, etwas zu verändern. Sie treiben uns an.

Was unterscheidet Träumer von Nicht- Träumern?

Ganz einfach. Wer Wünsche und Ziele hat und diese verfolgt, hat automatisch eine viel positivere Ausstrahlung, mehr Energie und wirkt auch auf andere Menschen interessanter. Deswegen kann man durchaus sagen, dass Träumer es leichter im Leben haben. Sie strahlen Freude und Begeisterung aus und das spürt man.  

Wie helfen uns Träume im Alltag?

Sie machen unser Leben bunter und erträglicher. Allein der Gedanke „Was wäre wenn?“ hebt die Stimmung und man kann für kurze Zeit aus dem Alltag fliehen. Erfüllen wir uns diesen Traum dann aber tatsächlich, hebt das nicht nur Selbstwertgefühl und -bewusstsein, sondern stärkt auch unsere Persönlichkeit.

Was hindert uns dennoch oft daran, die Dinge anzupacken?


Zwei Gefühle sind schuld: Angst und Bequemlichkeit. Bequemlichkeit, weil es es natürlich seinen Preis hat, bei einem Marathon zu starten, eine Sprache zu lernen oder sich mit dem Thema Selbstständigkeit auseinanderzusetzen. Manche Träume erfordern harte Arbeit. Und dann kommt häufig die Angst dazu. Die Angst, sich zu blamieren, zu scheitern oder womöglich in eine existenzielle Krise zu rutschen.

Immer mehr Frauen verwirklichen sich ihren Traum vom eigenen Business. Woher kommt der Trend?

Frauen lassen sich heute nicht mehr beruflich einschränken und unterdrücken. Sie sagen sich: Nicht mir mir! Es ist ein starker Freiheitsdrang, der erkennbar ist. Frauen wollen sich ausleben und entfalten. Und manchmal ist die beste Möglichkeit dafür die Selbstständigkeit.

Sind Frauen heute also stärker?


Ja, denn man kann sagen, das ist jetzt unsere Zeit! Frauen müssen nicht mehr bescheiden sein. Frauen haben gelernt, beruflich und privat Forderungen zu stellen und die sollen bitteschön auch erfüllt werden. Es ist der Gedanke „Jetzt bin ich mal dran“, der heute viele Frauen antreibt. Das hat natürlich auch viel mit der Emanzipation zu tun.

Was ist ihr Tipp, um Träume zu verwirklichen und am Ball zu bleiben?


Wichtig ist, sich zu fragen: Was will ich? Am besten hält man das schriftlich fest. Dabei sollten wir uns Etappenziele setzten und nichts überstürzen. Wichtig ist auch, mit Rückschlägen zu rechnen. Die gibt es schließlich immer im Leben, aber wir können daraus lernen. Um am Ball zu bleiben, hilft aber ein Trick am besten: Augen schließen und sich vorstellen, wir wären schon am Ziel. Das motiviert ungemein.

Eva wlodarek 715
Schließen
Zum Anfang
Scrollen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden